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Tarifvertrag niedersachsen handwerk

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Wednesday, 05 August 2020

Als Folge dieser Entwicklungen ist es unter den Tarifparteien weithin anerkannt, dass die deutschen Tarifverhandlungen einige wichtige Reformen erfordern, um das System flexibler zu gestalten und differenziertere Lösungen zu ermöglichen, die den spezifischen Bedürfnissen der einzelnen Unternehmen entsprechen. Bisher hat sich jedoch nur eine Minderheit der Arbeitgeber um eine radikale Verlagerung der Tarifverhandlungen auf die Unternehmensebene bemüht. Im Gegenteil, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und sogar die Mehrheit der einzelnen Arbeitgeber wollen weiterhin am Grundsatz der Tarifverhandlungen auf Branchenebene festhalten, aber ihren Anwendungsbereich einschränken und gleichzeitig mehr Raum für (zusätzliche) Betriebsverhandlungen lassen. Zunächst ist anzumerken, dass die Zahl der tarifvertraglich gebundenen Unternehmen in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Wie Ellguth und Kohaut mitteilten, waren 2007 rund 32 % aller Betriebe und rund 53 % der Beschäftigten durch einen Branchentarifvertrag abgedeckt. Es sei darauf hingewiesen, dass ein weiteres Viertel der anderen Betriebe (die weitere 20 % der Beschäftigten abdecken), obwohl technisch nicht an Branchentarifverträge gebunden, diese dennoch als Leitlinien verwendet hat (DE0811019I). In diesem Zusammenhang muss die Einführung des Mitgliedschaftsstatus ohne verbindliche Verpflichtung zu Tarifverträgen (der sogenannte OhneTarifstatus, OT-Status) als wichtige Entwicklung betrachtet werden. So hat Gesamtmetall am 31. Januar 2005 den OT-Status eingeführt und bietet damit nun zwei verschiedene Arten von Mitgliedschaften an: mit und ohne verbindliche Verpflichtung zu Tarifverträgen. Der BDA ist der führende Arbeitgeberverband der Privatwirtschaft. Sie vertritt nach eigenen Angaben über 1.000 Arbeitgeberverbände aus Industrie, Handwerk, Handwerk und Dienstleistungen. Es sei darauf hingewiesen, dass die meisten direkten BDA-Mitglieder in der Regel aus Organisationen auf niedrigerer Ebene bestehen. Nur wenige BDA-Mitglieder organisieren Unternehmen direkt selbst.

Nach Angaben des Spitzenverbandes sind rund zwei Millionen Unternehmen aller Größen, die 80 % der Beschäftigten in Deutschland beschäftigen, ihren Mitgliedern angeschlossen. Die Öffnungsklauseln für Löhne und Gehälter sind wahrscheinlich die umstrittensten, weil sie den Kern der Tarifverhandlungen auf Branchenebene betreffen.

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